Nach dieser Saison noch eine Mitteldistanz? Wozu? Das fragte ich mich die letzten zwei Wochen immer wieder. Und das Aufstehen morgens fiel auch noch besonders schwer – null Antrieb. Aber ich stand auf.

In der Wechselzone vor dem Start heiterte sich meine Stimmung schon etwas auf. Zig Gesichter aus dem Verein, man machte Späße und es keimte etwas Freude auf den Wettkampf auf.

Von dem kann ich schnell berichten – nach 41min kam ich viel schneller als erwartet aus dem Wasser. Ich glaube das waren keine 2000m oder war ich etwa so “schnell”? Die Radstrecke war an keiner Stelle abgesperrt und voll für den Verkehr freigegeben. Dass dabei nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder. Genervte Autofahrer schnitten überholende Triathleten an unübersichtlichen Stellen. Und zur Krönung liesen an einer großen Kreuzung die Polizei die Autofahrer selbst in die Kreuzung fahren. Was 200m vor mir fast zu einem Unfall geführt hätte, denn Autofahrer unterschätzen einfach die Geschwindigkeit, vor allem bergab, völlig. Auf meinen Ruf in Richtung der Polizisten, “sie sollen doch ihren Job machen, schließlich wolle ich hier nicht sterben”, böbelte der eine auch noch zurüch. Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich meine Gesundheit dafür noch mal aufs Spiel setze. Nach 2:36h stieg ich in die Laufschuhe und macht mich auf den Weg. Die Zeit hätte ich nie erwartet, nach meinen wenigen Radkilometern in den letzten Wochen.

Die Laufstrecke ist xterra-fähig. Es geht um den Küchensee immer durch den Wald knackig kurze Anstiege oder Abstiege. Zwei Runden waren zu absolvieren. Um einen herum waren immer ein paar gleichschnelle, an die man sich hängen könnte. So kam ich nach echt guten 1:38h und gesamt 4:55:25 ins Ziel.

Sportlich ein Erfolg. Der Wettkampf hat Spaß gemacht. Und wenn die Verkehrssituation nicht so schlimm wäre, würde ich denn Wettkampf zum MUSS erklären.