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Das Video motiviert mich immer wieder…

Thomas hat den Mont Blanc umrundet – leider ist mein Jahr 2010 schon verplant. Aber die Geschichte macht echt Lust aufs “umbuchen”. Lest selbst: The North Face Ultra-Trail du Mont Blanc oder ein langer und harter aber schöner Traum!.

web-OSRC0614 Ich glaube ich hatte noch vor keinem Wettkampf so sehr das Gefühl, schlecht oder gar nicht vorbereitet zu sein, wie vor dem Ostseeman in diesem Jahr. Nach dem Trainingslager im Januar hatte ich keine Zeit mehr, um ins Becken zu springen. Um nicht völlig unter zu gehen, bin ich dann in den letzten zwei Wochen vor der Langdistanz noch 6km schwimmen gewesen. Ähnlich gering war mein Trainingsumfang auf dem Rad. Am Wochenende nach Verbier wollte ich meine Ausfahrt machen und stürzte prompt. Ein Dämpfer, der mir am Ende noch ca. 300 Radkilometer bis zum Start erlaubte.

Meine Ziele hatte ich also sehr tief gesteckt. Wenn ich unter 1:30 aus dem Wasser komme und unter sechs Stunden vom Rad steige, muss ich zufrieden sein. Dann glaubte ich noch Luft zu haben, um auf der Marathon-Distanz etwas mit dem Tempo zu spielen. Eine sub12 war das erklärte Ziel. weiter lesen

Als um 3:15 Uhr der Wecker klingelte, war ich natürlich schon lange wach. Wer schläft schon gut in der Nacht vor seinem Saisonhöhepunkt, auch wenn mein Höhepunkt – der Trail Verbier St. Bernard über 105km und 7.300HM – nur ein Ersatz für den ausgefallenen 100Meilen-Lauf in Mittelengland werden sollte. Es wurde ein würdiger Ersatz.

Kurz vor dem StartIn den letzten Minuten vor dem Start gehen einem so viele Gedanken auf einmal durch den Kopf, dass man keinen so richtig greifen kann. Habe ich genug Verpflegung bei mir, um die Zeit zwischen den VP genug verpflegt zu sein? Du musst an die Brustwarzenpflaster denken! Ist alles im Drop-Bag für den VP bei KM52? Draußen ist es kalt und nass, in welchen Klamotten starte ich? . . . Ich glaube jeder kennt dieses Lampenfieber. Ich werde auch nach dem zigsten Rennen noch nicht entspannter.

Am Start ist es um kurz vor fünf Uhr noch stockdunkel. Zwischen den Läufern herrscht eine angespannte Stille. Jeder konzentriert sich auf die vor ihm liegende Strecke. Im Hintergrund düdelt wie immer bei solchen Veranstaltungen heroische Musik (gibt es das?). Damit die Rennleitung weiß, wer auf die Strecke gegangen ist, wurden alle Startnummern gescannt. Ich weiß heute nicht mehr, wie eigentlich der Start erfolgte. War es ein Schuss, ein Countdown, wahrscheinlich wurde französisch gesprochen und ich habe nichts verstanden. Auf jeden Fall setzte sich die Meute plötzlich in Bewegung und es ging eine kurze Strecke durch den Ort bis wir vor dem ersten großen Anstieg ankamen – ca. 1.000HM auf sieben Kilometer hinauf zum Pierre Avoi.

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Nach dieser Saison noch eine Mitteldistanz? Wozu? Das fragte ich mich die letzten zwei Wochen immer wieder. Und das Aufstehen morgens fiel auch noch besonders schwer – null Antrieb. Aber ich stand auf.

In der Wechselzone vor dem Start heiterte sich meine Stimmung schon etwas auf. Zig Gesichter aus dem Verein, man machte Späße und es keimte etwas Freude auf den Wettkampf auf. weiter lesen

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